Projekte

MoSaiKTeil Moore, Sande, Kiefern und Teiche in der Lausitz

Laufzeit: 01.12.2021-30.11.2027

Im Verbundprojekt MoSaiKTeiL „Moore, Sande, Kiefern und Teiche der Lausitz“ arbeiten die Naturschutzstation Neschwitz e.V., die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz e.V. und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz mit regionalen Partner*innen wie dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft in einem umfassenden Naturschutzprojekt im Förderschwerpunkt „Hotspots der biologischen Vielfalt“ zusammen. Das Bundesprogramm Biologische Vielfalt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

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Berzdorfer See

Berzdorfer See
Foto: Rolf Berndt

Südlich von Görlitz liegt der Berzdorfer See. Er ist das geflutete Restloch des Braunkohlentagebaus Berzdorf (1949-1998) mit einer Tiefe von bis zu 70 m und etwa 950 ha Wasserfläche. 2011 soll die Flutung abgeschlossen werden. Am Westufer wurde Ende 2007 ein Naturschutzgebiet mit 112 ha ausgewiesen. Das Gebiet, einschließlich der Bergbauhalden im westlichen und südlichen Anschluss an den Tagebausee ist aus Sicht der Natur- und Landschaftsentwicklung einzigartig. Nach dem intensiven menschlichen Eingriff durch den Bergbau entstanden hier neue, z. T. offene Landschaften, wie sie heute in Mitteleuropa kaum noch anzutreffen sind.

Ziel der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz ist es diese Entwicklung zu begleiten und zu dokumentieren. Die Erfassung der vorkommenden Arten und die sich ergebenden Veränderungen mit zunehmender Veränderung der Flächen durch Sukzession, Bebauung und Erholungsnutzung sollen Grundlage werden für Maßnahmen der Landschaftspflege und zum Arten- und Biotopschutz.

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Hahnenberg

Hahnenberg
Foto: Bernhard Klausnitzer

Der Hahnenberg bildet im Norden der Kreises Bautzen den Übergang zum  Biosphärenreservat. Sein Nordabfall entlässt Quellbäche, die z.B. die Jesorwiese und den Alten Teich speisen. Für die Forschung bedeutsam ist sein Charakter als montane Insel im Tiefland.  Ein vielfältiges Biotop-Mosaik bringt hier eine reiche Pflanzen- und Tierwelt hervor. Geologisch ist der Hahnenberg ein einmaliges Denkmal der Eiszeit in der Oberlausitz.

 

 

 

 

 

 

 

Biosphärenreservat »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft«

Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft
Foto: Ralf M. Schreyer

Der »Daubaner Wald« ist die zweitgrößte Kernzone des Biosphärenreservates »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft«. Er enthält Niedermoorbereiche an verlandeten Teichen wie auch Zwischenmoor-Gesellschaften. Seine Waldflächen blieben teils als Truppenübungsplatz über 30 Jahre ohne forstliche Nutzung, teils wurden sie (bis 1994) normal genutzt. Die Erforschung der Tier- und Pflanzenarten dieser vielfältigen Waldbiotoptypen ist wissenschaftlich wie auch für die naturgemäße forstliche Nutzung von Interesse.

 

 

Muskauer Heide

Muskauer Heide
Foto: Fritz Brozio

Das geschlossene Waldgebiet der Muskauer Heide und der Heide- und Teichlandschaft mit den Neißeterrassen im Osten wurde im 20. Jahrhundert durch militärische und bergbauliche Nutzung stark gelichtet. Binnendünen, Callunaheiden, Heidemoore und besonders das eiszeitliche Gehängemoor Tränke bilden wertvolle Lebensräume, die in der FFH-Richtlinie zum Schutz der europäischen Natur erfasst sind. Die Intensivierung der Landnutzung gefährdet heute diese Naturräume.