Förderpreisträger der Naturforschenden Gesellschaft erhält Umwelt-Ehrenpreis 2026

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Am 1.7.2026 verlieh der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Sächsischen Staatskanzlei an 11 Preisträger den alle zwei Jahre vergebenen Umwelt-Ehrenpreis 2026 im Freistaat Sachsen.
Preisträger in der Kategorie „Naturschutz und Boden/Geologie“ war u. a. Constantin Schütz aus Görlitz für die „Vermittlung biologischer Artenkenntnis und Förderung naturwissenschaftlichen Engagements“.
Mit dem Umwelt-Ehrenpreis 2026 würdigt der Freistaat Sachsen herausragende Leistungen und besonderes Engagement für Umwelt- und Naturschutz. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 € sowie einer Ehrenurkunde verbunden. Als Präsent wurde dazu eine Pflanze Ehrenpreis überreicht – Namensgeberin und Symbol der Preisvergabe.
Constantin Schütz engagierte sich bereits in jungem Alter mit großer Fachkompetenz und persönlichem Einsatz für die Vermittlung biologischer Artenkenntnis, naturwissenschaftliche Bildung und gesellschaftliches Ehrenamt. Der 19-jährige Biologiestudent unterstützt seit über drei Jahren die Entomologie-Spezialistenlager für Schülerinnen und Schüler im Schulamtsbereich Bautzen. Gemeinsam mit erfahrenen Fachexperten vermittelt er dort seine fundierten Kenntnisse zur Insektenkunde (Entomologie), biologischen Vielfalt und wissenschaftlichen Arbeitsweise. Die vom Landesamt für Schule und Bildung (LaSuB), Standort Bautzen im Rahmen der Begabtenförderung und der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz initiierten Spezialistenlager Biologie leisten seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zur Förderung naturwissenschaftlich interessierter Jugendlicher.
Im Juni 2025 legte Constantin Schütz erfolgreich sein Abitur am Curie-Gymnasium in Görlitz ab und studiert seit Oktober 2025 Biologie an der Universität Würzburg mit dem Ziel, sich langfristig der Entomologie und Biodiversitätsforschung zu widmen. Bereits während seiner Schulzeit erlangte Constantin Schütz Anerkennung in der Fachwelt. Seine Arbeit „Das Artproblem in der Biologie am Beispiel der Eulenfalter Noctua janthina und Noctua janthe“ wurde als außergewöhnliche wissenschaftliche Leistung mit dem Hans-Riegel-Preis 2023 an der TU Dresden gewürdigt.
Für diese Arbeit erhielt Constantin 2024 auch den mit 1.000 € dotierten Förderpreis der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz, der alle 2 Jahre für herausragende Arbeiten zu Themen der Bio- oder Geodiversität vergeben wurde.
Die Würdigung der Leistungen junger Wissenschaftler und langjährig tätiger Forscher soll auf das persönliche Engagement, aber auch auf die gesellschaftliche Relevanz und Exzellenz regionaler Naturforschung aufmerksam machen und gleichzeitig die Nutzung für Forschung, Wirtschaft und Verwaltung in den Fokus rücken. 
Neben seinem wissenschaftlichen Engagement ist Constantin Schütz auch kulturell und gesellschaftlich aktiv. Seit 13 Jahren spielt er Akkordeon, davon sieben Jahre im Jugendshow-Orchester Görlitz, und war drei Jahre Mitglied der Schulband „SWIP“.
Besonders hervorzuheben ist sein langjähriger ehrenamtlicher Einsatz bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Seit zwölf Jahren betreibt er Rettungsschwimmen und unterstützt seit fünf Jahren den Wachdienst am Berzdorfer See sowie den Katastrophenschutz im Landkreis Görlitz als Einsatztaucher.
Constantin Schütz ist Görlitz und der Naturforschenden Gesellschaft weiterhin verbunden und hat seine zweijährige kostenlose Ehrenmitgliedschaft in eine ordentliche Mitgliedschaft verlängert.

Dr. Christian Düker, Constantin Schütz und Prof. Dr. Dr. Bernhard Klausnitzer (v.l.n.r.) anlässlich der Verleihung des Förderpreises der NfGOL am 9.3.2024 in Görlitz
Dr. Christian Düker, Constantin Schütz und Prof. Dr. Dr. Bernhard Klausnitzer (v.l.n.r.) anlässlich der Verleihung des Förderpreises der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz am 9.3.2024 in Görlitz
Förderpreisurkunde von Constantin Schütz
Förderpreisurkunde für Constantin Schütz

Brigitte Westphal
Presse, Vorstandsmitglied
Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz

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